g Länderübersicht - Benin

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Benin Land: bj

Risikostufe:
Risikostufe 3

Republik Benin
Hauptstadt: Porto Novo
Regierungssitz: Cotonou

Fläche: 112.620 qkm
Bevölkerung: 11.175.700 (2017)[
Währung: CFA-Franc BCEAO
Staatsform: Präsidialrepublik
Amtssprache: Französisch

Risiken

  • Kriminalität
  • Wirtschaftskriminalität
  • Korruption

Überblick

Obwohl das Land politisch seit Jahrzehnten relativ stabil ist, leidet Benin unter einem sehr niedrigen Lebensstandard, hoher Kriminalität und grassierender Korruption. Eigentumsdelikte sind weit verbreitet, zu den häufigsten gehören bezeichnenderweise der Diebstahl von Vieh und Getreide. Gewaltverbrechen sind ebenfalls an der Tagesordnung, vor allem bewaffnete Raubüberfälle. In Cotonou gelten Märkte, das Umfeld von Sehenswürdigkeiten und öffentliche Verkehrsmittel sowie die Strände als besonders gefährdet. Die Behörden raten nach Einbruch der Dunkelheit schlecht beleuchtete Gegenden grundsätzlich zu meiden. Weit verbreitet sind auch Kreditkartenbetrug und die Manipulation von Bankomaten.


Die Straßenverbindungen nach Nigeria gelten wegen der verbreiteten Bandenkriminalität als unsicherer als der Rest des Landes. Die vielfältigen Verbindungen zwischen kriminellen Banden in Nigeria und Benin haben in den letzten Jahren mehrmals zu politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern geführt. Die Polizei rät von nächtlichen Überlandfahrten auf der Strecke Cotonou - Porto Novo wegen des hohen Überfall- und Unfallrisikos dringend ab.


Ein relativ neues Phänomen ist die Piraterie: im November 2009 kam es erstmals zu einem Vorfall in den Gewässern vor Benin. Die Behörden fürchten nun ein Überschwappen dieses Problems aus dem benachbarten Nigeria nach Benin.

Sicherheitshinweise für Frauen

Männer in Benin gelten als aufdringlich und lästig und sollten im Extremfall schroff abgefertigt werden. Insbesondere Polizisten und Soldaten nützen hin und wieder ihre Machtposition aus um allein reisende Frauen durch ihre Präsenz zu belästigen. In der Regel ist es hilfreich, einen Ehering zu tragen und auf einen - gerade nicht anwesenden - Ehemann zu verweisen. Zurückhaltende Kleidung ist wichtig um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden: Bauchfrei und nackte Schultern gelten als besonders aufreizend, auch die Beine sollten bedeckt werden.

 

So wie in anderen Staaten Afrikas, spielen Frauen in der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, insbesondere in den ländlichen Regionen. Obwohl die Gleichberechtigung der Geschlechter gesetzlich geregelt ist, wird dies von Traditionen und Wertvorstellungen bisher unterlaufen. Ca. 13% der einheimischen Frauen waren Opfer von Genitalverstümmelung (FGM), in manchen Regionen bis zu 70%.


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