g Länderübersicht - Guatemala

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Guatemala Land: gt

Risikostufe:
Risikostufe 3
Staat Guatemala

Republik Guatemala
Hauptstadt: Guatemala-Stadt
Fläche: 109.021 qkm
Bevölkerung: 16,91 Mio. (2017)
Währung: 1 Quetzal = 100 Centavos
Staatsform: Präsidialrepublik
Amtssprache: Spanisch

Bedrohungen

  • (Drogen-)Kriminalität
  • Entführungen
  • Demonstrationen und Unruhen

Übersicht

Die Kriminalität ist in Guatemala extrem hoch, insbesondere die Gewaltkriminalität stellt ein großes Problem dar.  Seit 2010 ist die Mordrate wieder gestiegen, sie liegt aktuell bei jährlich ca. 30 Fällen pro 100.000 Einwohner und ist damit mehr als fünfmal so hoch wie in den USA. Viele Gewaltdelikte stehen im Zusammenhang mit der weit verbreiteten Banden- oder Drogenkriminalität. Besonders häufig sind Raubüberfälle, Diebstahl, Einbrüche und Vergewaltigungen. Die meisten Einheimischen führen die hohe Kriminalität auf die verbreitete Armut und die zerrüttete Staatlichkeit zurück, gleichzeitig schwappen auch die Aktivitäten von Drogenkartellen in den Nachbarländern immer stärker auf Guatemala über. Reisende sollten neben der verbreiteten Kleinkriminalität auch mit Express-Kidnappings rechnen, es wird auch empfohlen, nur telefonisch vorbestellte Taxis benützen.


In der Hauptstadt Guatemala City liegt die Kriminalität insgesamt extrem hoch, besonders die Zone 18 gilt als besonders gefährlich. Im September 2012 setzte die Regierung erstmals Einheiten des Militärs in dem Bezirk ein, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern. Menschenrechtsaktivisten kritisieren die Kriminalisierung friedlicher Protestformen sowie den zunehmenden Einfluss des Militärs auf die Politik.


In den letzten Jahren haben die mexikanischen Drogenkartelle massiv nach Guatemala expandiert, mittlerweile drohen sie dem Staat offen mit Krieg. Vor allem die Grenzregion zu Mexiko gilt als gefährlich, betroffen sind vor allem die Provinzen Peten und Huehuetango. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die mexikanischen Kartelle die Länder Mittelamerikas de facto untereinander aufgeteilt haben, um ihre Versorgungsrouten aus Südamerika abzusichern.


Demonstrationen und Kundgebungen kommen häufig vor und richten sich meist gegen soziale Missstände und Demokratiedefizite. Im Jahr 2015 kam es zu Korruptionsvorwürfen gegen Präsident Otto Perez Molina zu einer veritablen Staatskrise. Nach heftigen Protesten mußte Perez zurücktreten und wurde in Untersuchungshaft genommen.

Sicherheitshinweise für Frauen

Die meisten weiblichen Reisenden werden in Guatemala mit keinen spezifischen Problemen konfrontiert, einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen sollten allerdings beachtet werden. Viele allein reisende Frauen empfinden die Belästigungen durch einheimische Männer als aufdringlich, meist bleiben sie aber harmlos. In der Regel reicht es, die Anzüglichkeiten zu ignorieren. In öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man sich, wenn möglich, zu Frauen oder Kindern setzen, um vor Belästigungen geschützt zu sein. Insgesamt ist es günstig, sich zurückhaltend zu kleiden. In der Öffentlichkeit sind kurze Hosen oder Spaghettiträger in Guatemala nicht üblich, insbesondere in abgelegenen Landesteilen. In Kirchen wird von Touristen grundsätzlich dezente Kleidung erwartet. Vergewaltigungen und tätliche Angriffe sind kein spezifisches Problem, kommen aber ebenso vor wie in anderen Ländern.

 

Abseits der großen Städte ist es nicht ratsam, als allein reisende Frau per Anhalter zu reisen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten wenig belebte Gegenden oder schlecht beleuchtete Straßen insgesamt gemieden werden.


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