g Länderübersicht - Bahamas

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Bahamas Land: bs

Risikostufe:
Risikostufe 2
Staat Bahamas

Commonwealth der Bahamas
Hauptstadt: Nassau
Fläche: 13.940 qkm
Bevölkerung: 388.019 (2015)
Währung: 1 Bahama-Dollar = 100 Cent
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Amtssprache: Englisch

Risiken

  • Klein- und Gewaltkriminalität
  • Drogendelikte

Überblick

In den letzten Jahren ist die Kriminalität auf den Bahamas, besonders in Nassau, stark angestiegen. Der Regierung wird vorgeworfen, aus Rücksicht auf die Tourismusindustrie das Kriminalitätsproblem herunterzuspielen. Signifikant ist die zunehmende Zahl an Gewaltdelikten, vor allem Raubüberfällen, und von Drogendelikten. Die Rolle der Bahamas als Drogenumschlagplatz spielt ebenfalls eine große Rolle. In den letzten Jahren ist die Zahl der Mordfälle deutlich angestiegen, die meisten Morde fanden auf der Insel New Providence statt. Insgesamt weisen Nassau sowie New Providence und Andros die höchsten Kriminalitätsraten auf. Die Bahamas haben die höchste Rate an Vergewaltigungen in der gesamten Karibik, tätliche Angriffe haben sich in den letzten zehn Jahren beinahe verdreifacht. Die US-Behörden haben Reisende im Lauf des Jahres 2014 mehrmals vor der hohen Kriminalität im Land gewarnt. Laut dem US State Department hat die Mordrate im Jahr 2015 einen neuerlichen Höhepunkt erreicht, insgesamt wurden in diesem Jahr 149 Morde registriert. Eine lokale Statistik für das Jahr 2016 zeigt jedoch einen starken Rückgang schwerer Verbrechen um 26 Prozent, die Gesamtzahl der Morde ging demzufolge auf 111 zurück.


Im Spätsommer 2010 drohte die Gewerkschaft mit Arbeitskämpfen ab Anfang 2011, sollte die Regierung ihre harte Sparpolitik nicht einschränken. Im Februar 2011 kam es zu landesweiten Protesten gegen die Privatisierung der Bahamas Telecommunications Company (BTC).

Sicherheitshinweise für Frauen

Während der regionaltypische machismo für einheimische Frauen zum Alltag gehört, können die damit verbundenen Phänomene für allein reisende Frauen aus Europa oft als ausserordentlich lästig empfunden werden. Nachpfeifen, Anstarren, obszöne Gesten und Kommentare so wie mehr oder weniger geschickte Ansprachen gehören zum Standardrepertoire einheimischer Männer und sollten in der Regel ignoriert werden. Freizügige Kleidung sowie ein allzu offenes Auftreten werden von manchen Männern als Interesse an einer Bekanntschaft interpretiert. Insgesamt ist es günstig, in männlicher Begleitung oder in Gruppen in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. Allein reisende Frauen sollten auch grundlegende Sicherheitsvorkehrungen bedenken: so ist etwa davon abzuraten, sich nach Einbruch der Dunkelheit allein in abgelegenen oder schlecht beleuchteten Gegenden zu bewegen, per Anhalter zu reisen oder sich ohne Begleitung auf abgelegenen Stränden aufzuhalten. Grundsätzlich sollten Frauen alle Situationen meiden, in denen sie isoliert und verwundbar sind.

 

Die Bahamas weisen die höchste Rate an Vergewaltigungen aller karibischen Länder auf. Allein zwischen 2014 und 2015 ist die Zahl um 16% gestiegen. In diesem Jahr wurden 133 Vergewaltigungen pro 100.000 Einwohner gezählt, der weltweite Durchschnitt liegt bei 15. Laut einigen Studien sind insbesondere Mädchen unter 18 Jahren bevorzugte Opfer von sexueller Gewalt. Die meisten Vergewaltigungen spielen sich innerhalb lokaler Gemeinschaften ab, es können aber auch ausländische Besucherinnen betroffen sein. 2016 berichtete das US-Außenministerium, dass innerhalb von 18 Monaten insgesamt fünf US-Touristinnen von Jet Ski-Anbietern sexuell angegriffen worden seien.


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