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USA Land: us

Risikostufe:
Risikostufe 1
Staat USA

Vereinigte Staaten von Amerika
Hauptstadt: Washington, D.C.
Fläche: 9.629.091 qkm
Bevölkerung: 311.484.627 (2011)
Währung: 1 Dollar = 100 Cent
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Amtssprache: auf Bundesebene nicht festgelegt, de facto Englisch

Risiken

  • Kriminalität
  • Drogenkriminalität
  • Terrorismus
  • Wirtschaftskriminalität

Übersicht

Die Kriminalität in den USA war seit 1993 stetig zurückgegangen, liegt aber nach wie vor über dem westeuropäischen Durchschnitt und ist seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 erneut angestiegen. Eigentumsdelikte machen die Mehrheit der Vorfälle aus, die Gewaltkriminalität liegt höher als in europäischen Städten. Die gefährlichsten Bundesstaaten sind Georgia, Florida und Louisiana, während die Staaten in Neu-England und im nördlichen Mittelwesten die geringste Zahl von Delikten aufweisen. Im allgemeinen liegt die Kriminalität in den Städten wesentlich höher als am Land. Ethnische Minderheiten machen einen überproportionalen Anteil der Straftäter aus. Neben den unmittelbaren Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden auch die Einsparungen bei der Polizei für den jünsten Anstieg der allgemeinen Kriminalitätsrate verantwortlich gemacht. Besonders Eigentums- und Gewaltkriminalität in den Städten haben seit in den letzten Jahren zugenommen.


Demonstrationen und Kundgebungen sind in den USA häufig und bleiben in der Regel friedlich. Besonders beliebte Veranstaltungsorte sind die großen Städte der Ostküste, vor allem Washington D.C., wo die Konzentration politischer Institutionen im Bereich der Mall eine ideale Kulisse für Kundgebungen abgibt. Die Wirtschaftskriste, die seit 2008 die Schlagzeilen in den USA beherrscht, hat mittlerweile auch zunehmend Angst vor Unruhen hervorgerufen. Einige Beobachter gehen davon aus dass sich die zunehmenden sozialen Spannungen in den nächsten Monaten und Jahren vermehrt in gewalttätigen Aktivitäten niederschlagen werden. In den letzten Jahren sind vor allem die Spannungen zwischen Afro-Amerikanern und anderen ethnischen Gruppen aufgrund mehrerer Fälle von Polizeiübergriffen angewachsen, insgesamt hat die gesellschaftliche Polarisierung deutlich zugenommen.


Am 2. Mai 2011 töteten US-Kommandos nach einer fast zehnjährigen Fahndung in Pakistan den Anführer der Al-Qaeda, Osama bin Laden. Seit dem 11. September 2001 nimmt die Terrorgefahr in der öffentlichen Wahrnehmung der US-Bevölkerung einen wichtigen, wenn auch in der Bedeutung abnehmenden, Platz ein. Die geplanten Anschläge, die seither aufgedeckt wurden, zeigen dass die Bedrohung durch islamistische oder rechtsextreme Gruppierungen nach wie vor real ist. Die USA versuchen im Rahmen des Global War on Terror (GWOT), die Terroristen außerhalb der USA zu bekämpfen um damit das Land vor äußeren Bedrohungen präventiv zu schützen. Derzeit führen die USA im Irak, in Syrien und in Afghanistan aktiv Krieg gegen islamistische Terroristen, in einigen anderen Ländern werden Drohnen eingesetzt oder die lokalen Sicherheitskräfte unterstützt. Reisende sind von den verstärkten Sicherheitsbedingungen vorwiegend durch vermehrte Kontrollen bei der Ein- und Ausreise betroffen und sollten mit entsprechenden Verzögerungen rechnen.

Sicherheitshinweise für Frauen

Die Sicherheitslage für Frauen ist in den USA aufgrund der Größe des Landes sehr heterogen. Grundsätzlich sind die spezifischen Risiken in den Städten größer als am Land, an den Küsten höher als im Landesinneren. Als besonders unsicher gelten Washington D.C., New York (Haarlem, Bronx), Los Angeles (Süden und Osten), Baltimore, Detroit und Denver. In der Regel ist das Risiko nachts und in den Stadtzentren höher als in den Vororten und hängt auch mit der demographischen Struktur zusammen. Von kriminellen Banden sind insbesondere Frauen betroffen, die alleine unterwegs sind. Für Frauen europäischer Herkunft sind vorwiegend von Minderheiten besiedelte Gegenden unsicherer als für Afro-Amerikanerinnen oder Asiatinnen.

 

Vom Reisen per Anhalter ist grundsätzlich abzuraten, in den Städten sollte man bei unklarer Sicherheitslage nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein ins Freie gehen. Detaillierte Informationen zur lokalen Sicherheitslage können nach der Ankunft bei Autovermietern oder auch in Hotels erfragt werden. Die Polizei ist in der Regel sehr hilfsbereit und auskunftswillig. Ein (falscher) Ehering kann Belästigungen vermeiden helfen, Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden. Das Anstarren anderer Personen kann unter Umständen als Aggressivität aufgefasst werden, Lächeln gilt in der Öffentlichkeit hingegen als unverbindlich. Es ist üblich, sich bei anderen Personen z.B. beim Anrempeln zu entschuldigen um damit Konfrontationen zu vermeiden. Einen Personalausweis sollte man grundsätzlich immer bei sich führen.

 

Frauen, die in aufreizender Kleidung, z.B. Hotpants, allein unterwegs sind, können für Prostituierte gehalten und von vermeintlichen Freiern angesprochen werden. In Gruppen oder mit einem männlichen Partner ist freizügigere Bekleidung hingegen meist unverfänglich. Dabei ist auch zu beachten, dass Prostitution in den meisten Bundesstaaten illegal ist.

 

Bei Überlandreisen sind besonders Fernbusse, z.B. Greyhound, sicherer als Züge, da der Fahrer den Fahrgastraum überblickt und notfalls Hilfe leisten kann. Grundsätzlich sind US-Amerikaner für die Sicherheitsbedürfnisse von Frauen sensibilisiert und hilfsbereit. Außer in Ghettos kommen Männer in der Regel bedrohten Frauen zu Hilfe.

 

Bei einem Raubüberfall sollte man keinen Widerstand leisten, zumal viele Täter unter Drogeneinfluss stehen, Wertgegenstände und Bargeld übergeben und weglaufen. Für bedrohte Frauen kann es mitunter günstig sein, laut zu schreien und damit Passanten oder Anrainer auf sich aufmerksam zu machen. Für diese Fälle sollte man auch immer ein paar Münzen bei sich haben um nach einem Überfall ein Taxi rufen zu können o.ä.


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