g Länderübersicht - Griechenland

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Griechenland Land: gr

Risikostufe:
Risikostufe 2
Staat Griechenland

Hellenische Republik

Haupstadt: Athen
Fläche: 131.957 qkm
Bevölkerung: 10,82 Mio. (2015)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
Staatsform: Parlamentarische Republik
Amtssprache: Griechisch

Risiken

  • Straßenkriminalität
  • Korruption
  • Unruhen und politisch motivierte Gewalt
  • Terrorismus

Übersicht

Die Kriminalität in Griechenland ist traditionell niedrig, ist in den letzten Jahren aber aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise teils massiv angestiegen. Die Vorfälle beschränken sich vorwiegend auf Diebstahl und Taschendiebstahl, die Gewaltkriminalität ist aber im Steigen begriffen. In letzter Zeit haben insbesondere Einbrüche in Häuser und Autos zugenommen.


Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme finden insbesondere seit März 2010 immer wieder Demonstrationen und Ausschreitungen sowie Streiks im öffentlichen und privaten Sektor statt. Die meisten derartigen Vorfälle gibt es in Athen und Thessaloniki, dabei kommt es auch immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Aktivisten und der Polizei. Aufgrund der weiteren Sparpläne der Regierung ist mit einer anhaltenden Instabilität zu rechnen, zumal sich die Sparmaßnahmen mittlerweile massiv auf die griechische Wirtschaft ausgewirkt haben. Mittlerweile steht die Regierung unter immer stärkerem Druck von Gewerkschaften und Demonstranten im Inland sowie Geldgebern im Ausland, die innere Sicherheit und Ordnung wird davon immer stärker in Mitleidenschaft gezogen.


Die Demonstrationen konzentrieren sich in der Regel auf den Syntagma-Platz im Zentrum von Athen sowie auf das Stadtzentrum von Thessaloniki. Mittlerweile kommt es praktisch täglich zu tätlichen Angriffen auf Politiker sowie zu Übergriffen gegen Finanzbeamte und andere Funktionäre. Der Widerstand der Bevölkerung gegen die Regierungspolitik schlägt sich auch zunehmend in der Zahlungsverweigerung für öffentliche Leistungen, z.B. Autobahnmaut, nieder.


Laut einer Umfrage vom Mai 2011 haben speziell in Athen die Angst der Bürger vor der Kriminalität illegaler Einwanderer und die Gewalt gegen dunkelhäutige Ausländer massive zugenommen. Seit dem Winter 2015/16 sorgt vor allem der zunehmende Zustrom an Asylwerbern in mehreren Regionen für wachsende Unruhe in der Bevölkerung.


Die anhaltenden Probleme spiegeln sich auch in der terroristischen Bedrohung wieder. Während Griechenland vom transnationalen Terror weitgehend verschont blieb, sind zahlreiche linke Splittergruppen aktiv, die vor allem Regierungseinrichtungen, Polizisten, aber auch Banken und große Unternehmen angreifen. Meist ist nur Sachschaden die Folge, es gab aber in letzter Zeit auch mehr und mehr Fälle von Gewaltakten gegen Polizisten und Politiker. Inzwischen befürchten die Behörden ein Wiederaufflammen des linksextremistischen Terrors, konkrete Drohungen richteten sich Anfang 2014 auch gegen deutsche Einrichtungen und Unternehmen.


Seit Herbst 2010 kommt es auch vermehrt zu ausländerfeindlichen Protesten und Übergriffen durch Rechtsradikale. Die im Parlament vertretene rechtsradikale Partei Chrysi Avgi ("Goldener Sonnenaufgang") wurde mittlerweile mit Sanktionen belegt, einige Spitzenfunktionäre wurden verhaftet.

Sicherheithinweise für Frauen

Griechenland ist für allein reisende Frauen in der Regel sicher. Allgemeine Vorsichtsregeln sollten dennoch eingehalten werden, so ist es etwa wenig empfehlenswert, allein in der Nacht per Anhalter zu reisen oder sich nach Einbruch der Dunkelheit in wenig vertrauenswürdigen Stadtvierteln aufzuhalten. Die größten Risiken gehen in der Regel von Taschendieben und von allzu aufdringlichen Einheimischen, sogenannten kamaki, aus. Letztere werden zwar oft als Belästigung wahrgenommen, sind aber normalerweise keine manifeste Bedrohung.

 

In den letzten Jahren wurde mitunter von einer steigenden Zahl von Vergewaltigungen von Touristinnen in Griechenland berichtet. Die Mehrzahl der Täter waren ebenfalls Touristen oder osteuropäische Gastarbeiter.


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