g Länderübersicht - Côte d'Ivoire

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Côte d'Ivoire Land: ci

Risikostufe:
Risikostufe 3
Staat Côte d'Ivoire

République de Cote d´Ivoire
Hauptstadt: Yamoussoukro
Regierungssitz: Abidjan

Fläche: 322.461 qkm
Bevölkerung: 24,29 Millionen (2017)
Währung: CFA-France BCEAO
Staatsform: Präsidialrepublik
Amtssprache: Französisch

Risiken

  • (Gewalt-)Kriminalität
  • Demonstrationen und Unruhen
  • Korruption

Übersicht

Die Kriminalität ist in Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) sehr hoch, Reisende sollten mit allen Arten von Eigentums- und Gewaltdelikten rechnen. In Abidjan gelten besonders die Bezirke Treichville, Adjame, Abobo und Plateau sowie die De Gaulle- und die Houphouet-Boigny-Brücke als besonders gefährlich. In einigen Fälle versuchten Polizisten an Checkpoints, ausländische Fahrer zu erpressen und illegale „Strafen“ zu verhängen. Überlandreisen außerhalb der Hauptstadt sind ebenso unsicher wie Aufenthalte auf der Straße nach Einbruch der Dunkelheit. In den letzten Jahren hat sich Côte d'Ivoire zudem zu einem Zentrum des Kreditkartenbetrugs entwickelt.


Nach den Präsidentschaftswahlen am 28. November 2010 kam es in Abidjan zu Unruhen und Zusammenstößen. Oppositionsführer Alassane Ouattara warf Amtsinhaber Laurent Gbagbo Wahlfälschung vor, auch die UNO kritisierte den Präsidenten und verstärkte Anfang 2011 die Präsenz von Blauhelm-Truppen im Land. Ab März 2011 verschärften sich die Unruhen in Abidjan weiter, die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen bemühen sich um eine politische Lösung. Ende März begannen die Anhänger von Alassane Ouattara eine Offensive, am 30. März erreichten sie Yamoussoukro. Anfang April wurde deutlich, dass Alassane Ouattara militärisch und politisch im Vorteil war, am 11. April wurde Gbagbo schließlich von französischen Truppen festgenommen. Insgesamt sind bei den Kämpfen mehr als 1.500 Menschen getötet worden, ausserdem wurden aus mehreren Landesteilen Massenmorde an vorwiegend christlichen Anhängern von Laurent Gbagbo berichtet, zehntausende Menschen flohen aus den umkämpften Regionen.


Am 1. Mai 2011, nach Beendigung der Kämpfe, kündigte Alassane Ouattara die Einsetzung einer Versöhnungskommission an. Die Lage im Land hat sich seitdem stabilisiert, allerdings kommt es nach wie vor fallweise zu Zusammenstößen und Übergriffen. Der Westen des Landes gilt insgesamt als unsicher, der Zugriff der Zentralregierung ist dort stark eingeschränkt. Die Armee hat 2012 zwar einen eigenen Verband aufgestellt, um die Sicherheitslage im Westen zu verbessern, Beobachter weisen allerdings darauf hin, dass militärische Maßnahmen für eine nachhaltige Stabilisierung nicht ausreichen. Zuletzt kam es im Jänner 2017 in mehreren Städten zu einer Meuterei aktiver Soldaten und Veteranen, die Regierung konnte die Lage allerdings innerhalb weniger Tage wieder beruhigen.


Im August 2014 schloss das Land vorübergehend die Grenzen und suspendierte einige Flugverbindungen ins nahe Ausland um der westafrikanischen Ebola-Epidemie zu begegnen.

Sicherheitshinweise für Frauen

Frauen sind in Cote d´Ivoire nach wie vor gegenüber Männern benachteiligt, dennoch haben die Initiativen für Frauenrechte in den letzten Jahren einige Fortschritte erkämpft. Diese Situation schlägt sich auch im Verhältnis zu ausländischen Frauen nieder: Einheimische sind oft zudringlich, da dies den lokalen Gepflogenheiten entspricht und nicht unüblich ist. In diesen Fällen ist es ratsam, sein Missfallen klar zum Ausdruck zu bringen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Einen (falschen) Ehering zu tragen, kann ebenfalls hilfreich sein, um unerwünschte Verehrer auf Distanz zu halten. Umsicht ist auch in Bars und Restaurants geboten: Die meisten einheimischen Frauen, die sich dort allein aufhalten, sind Prostituierte. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit wurden Prostitution in den letzten Jahren legalisiert, wodurch das Land - trotz der hohen HIV/AIDS-Rate - ein beliebtes Ziel für Sextouristen wurde.

 

Insgesamt ist zurückhaltende Kleidung anzuraten, insbesondere beim Besuch religiöser Würdenstätten.


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