g Länderübersicht - Eritrea

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Eritrea Land: er

Risikostufe:
Risikostufe 3
Staat Eritrea

Staat Eritrea
Hauptstadt: Asmara
Fläche: 121.144 qkm
Bevölkerung: 5,07 Mio. (2011)
Währung: 1 Nakfa = 100 Cent
Staatsform: Präsidialrepublik mit Einparteiensystem
Amtssprachen: Tigrinya, Arabisch

Bedrohungen

  • Kriminalität
  • Terrorismus
  • Demonstrationen und Kampfhandlungen

Übersicht

Die Kriminalität in Eritrea ist in den letzten Jahren zwar gestiegen, ist aber nach wie vor vergleichsweise niedrig. Neben den weit verbreiteten Eigentumsdelikten sind Gewaltverbrechen selten.


Die Regierung hat Demonstrationen und Unruhen bisher erfolgreich unterdrückt, ist aber seit Jahren mit Aktivitäten von Rebellengruppen konfrontiert. Diese werfen Präsident Isaias Afeworki vor, die Versprechungen aus dem Unabhängigkeitskrieg über die künftige Machtaufteilung nicht eingehalten zu haben und das Land diktatorisch zu regieren. Die Angriffe der Rebellengruppen, die mittlerweile eine gemeinsame Dachorganisation gegründet haben, richten sich vorwiegend gegen die eritreischen Streitkräfte.


Internationale Medien berichteten am 21. Jänner 2013 von einem Putschversuch in Asmara. Demzufolge hätten ca. 200 meuternde Soldaten das Informationsministerium besetzt und in den Medien eine Erklärung verlesen lassen laut der sie ab sofort für die "Durchsetzung der Verfassung" verantwortlich seien. Die Übertragung wurde allerdings nach nur zwei Sätzen abgebrochen, die staatlichen Sicherheitskräfte stellten anschließend die Ordnung wieder her. Die Staatengemeinschaft, die katholische Kirche und zahlreiche NGOs haben in den letzten Jahren immer wieder die massive Repression und die prekäre Menschenrechtssituation in Eritrea beklagt, diese schlägt sich u.a. in hohen Flüchtlingszahlen nieder - Kritiker bezeichnen das Land mitunter als das "afrikanische Nordkorea".


Die Grenzregionen zu Dschibuti und Äthiopien gelten aufgrund der nach wie vor starken Spannungen zwischen den Ländern als besonders unsicher. Im Juni 2010 unterzeichneten Eritrea und Dschibuti ein Abkommen um ihre Grenzkonflikte zu beenden, im Frühjahr 2012 eskalierten hingegen die Spannungen mit Äthiopien erneut. Auch im Norden und Westen des Landes sind Banden und Terrorgruppen aktiv deren Anschläge sich vorwiegend gegen Regierungsvertreter richten, in einigen Fällen wurden aber auch Touristen attackiert.


Reisende benötigen für Reisen ausserhalb von Asmara eine Ausreisegenehmigung, die vom Tourismusministerium bzw. für Geschäftsreisende vom zuständigen Ministerium erteilt wird. Mehrere Staaten haben dzt. für ihre Staatsbürger Reisewarnungen verhängt.

Sicherheitshinweise für Frauen

Eritrea gilt für allein reisende Frauen insgesamt als relativ sicher. Angesichts der traditionellen Prägung der lokalen Gesellschaft sollten sich Frauen dezent kleiden und im persönlichen Umgang Zurückhaltung zeigen.

 

Die eritreische Gesellschaft beruht zu großen Teilen auf Subsistenzlandwirtschaft, dies prägt auch die von Traditionen bestimmte Rolle der einheimischen Frauen. Im Unabhängigkeitskrieg kämpften zwar Frauen an der Seite der Männer, auf das Geschlechterverhältnis insgesamt hat sich dies aber bisher kaum ausgewirkt. Laut Menschenrechtsorganisationen sind in der Armee, in der auch Frauen dienen müssen, Vergewaltigungen weit verbreitet. Am Land werden die Traditionen stärker beachtet als in Asmara, etwa 90% aller einheimischen Frauen sollen beschnitten (FGM) sein. Verschiedene Programme zur Emanzipation der einheimischen Frauen werden derzeit von der UNDP und Menschenrechtsorganisationen unterstützt.


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