g Länderübersicht - Gambia

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Gambia Land: gm

Risikostufe:
Risikostufe 2
Staat Gambia

Republik Gambia
Hauptstadt: Banjul
Fläche: 11.295 qkm
Bevölkerung: 2,088 Mio. (2017)
Währung: 1 Dalasi = 100 Bututs
Staatsform: Präsidialrepublik
Amtssprache: Englisch

Bedrohungen

  • Kriminalität
  • Betrugsdelikte
  • Kampfhandlungen an der Grenze zum Senegal

Übersicht

Die Kriminalität ist in Gambia in den letzten Jahren gestiegen. Gewaltdelikte sind eher selten während Kleinkriminalität weit verbreitet ist. Diebe und Taschendiebe sind an belebten Plätze und in öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere aber in den Bereichen Serrukunda und Bundung aktiv, während die Tourist Development Area als relativ sicher gilt. Besonders beliebt sind Betrugsdelikte, bei denen meist die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit von westlichen Ausländern („toubab“) ausgenützt wird. Polizisten verhängen bisweilen Strafen für kleinere Vergehen (z.B. im Straßenverkehr), da sie sich davon ein Zubrot erhoffen.


Demonstrationen und politisch motivierte Gewalt sind selten, die senegalesische Unruheprovinz Casamance südlich von Gambia stellt allerdings einen Dauerkonflikt dar, der auch immer wieder auf Gambia einwirkt. Häufig kommt es zu Ausweichbewegungen von Rebellen oder Grenzübertritten von Flüchtlingen, die von den kleinen Streitkräften von Gambia de facto nicht verhindert werden können.


In den letzten Jahren seiner Amtszeit (1996-2017) hatte die Kritik an Präsident Yahya Jammeh deutlich zugenommen. Ein Putschversuch durch einige Einheiten des Militärs konnte am 30. Dezember 2014 von regierungstreuen Verbänden vereitelt werden. 2016 stellte die Opposition erstmals einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl auf, am 2. Dezember räumte Präsident Jammeh nach 22 Jahren an der Macht seine Wahlniederlage zunächst ein, lehnte dann aber eine Amtsübergabe ab. Am 17. Jänner 2017 verhängte Jammeh den Ausnahmezustand, die regionale Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas drohte daraufhin mit einer militärischen Intervention. Am 21. Jänner 2017 trat Yahya Jammeh offiziell zurück und begab sich ins Exil, sein Nachfolger wurde der Oppositionskandidat Adama Barrow.

Sicherheitshinweise für Frauen

Gambia gehört seit Jahren zu den wichtigsten Zielländern des westlichen weiblichen Sextourismus, vor Ort meist euphemistisch als "romance tourism" bezeichnet. Die Einheimischen gehen deshalb oft davon aus, dass allein reisende Frauen nach Gambia kommen, um dort Bekanntschaften mit Männern zu schließen und - da westliche Touristen grundsätzlich als wohlhabend gelten - mit Geschenken zu überhäufen. Touristinnen werden deshalb oft pausenlos angesprochen oder eingeladen. Auch andere Belästigungen wie Nachpfeifen oder das Ausstoßen obszöner Geräusche gehören zum Alltag für allein reisende Frauen. Diese Versuche zur Kontaktaufnahme stellen in der Regel zwar keine unmittelbare Gefahr dar, können aber als extrem lästig und aufdringlich empfunden werden. Es kann unter Umständen hilfreich zu sein, in Gruppen (mit Männern) zu reisen oder einen (falschen) Ehering zu tragen. Auch dezente Kleidung ist grundsätzlich empfehlenswert, insbesondere beim Besuch von religiösen Würdenstätten.


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