g Länderübersicht - Antigua und Barbuda

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Antigua und Barbuda Land: ag

Risikostufe:
Risikostufe 2
Staat Antigua und Barbuda

Antigua und Barbuda
Hauptstadt: Saint John´s
Fläche: 442 qkm
Bevölkerung: 85.632 (2009)
Währung: 1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cent
Staatsform: Konstitutionell-parlamentarische Demokratie innerhalb des Commonwealth
Amtssprache: Englisch
Klimatische Besonderheiten: Wirbelsturmsaison von Juli bis Oktober

Risiken

  • Kriminalität

Überblick

Antigua und Barbuda leidet ähnlich anderen karibischen Inseln seit Jahren an einer Zunahme der Kriminalität, insbesondere unter Jugendlichen. Die Polizeikräfte stehen seit Jahren in der Kritik. 2008 engagierte die Regierung ehemalige kanadische Polizisten, um die Sicherheitskräfte des Landes zu reorganisieren. Im September 2017 wurde Barbuda durch den Hurrikan "Irma" stark verwüstet.


Da der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen des Landes ist, setzt die Regierung alles daran, die stark steigende Kriminalität, vor allem Diebstahl, Raub und die zunehmende Gewaltkriminalität in den Griff zu bekommen. Insbesondere abgelegen Strände gelten als unsicher.

Sicherheitshinweise für Frauen

Während der regionaltypische machismo für einheimische Frauen zum Alltag gehört, können die damit verbundenen Phänomene für allein reisende Frauen aus Europa oft als ausserordentlich lästig empfunden werden. Nachpfeifen, Anstarren, obszöne Gesten und Kommentare so wie mehr oder weniger geschickte Ansprachen gehören zum Standardrepertoire einheimischer Männer und sollten in der Regel ignoriert werden. Freizügige Kleidung sowie ein allzu offenes Auftreten werden von manchen Männern als Interesse an einer Bekanntschaft interpretiert. Insgesamt ist es günstig, in männlicher Begleitung oder in Gruppen in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. Allein reisende Frauen sollten auch grundlegende Sicherheitsvorkehrungen bedenken: so ist etwa davon abzuraten, sich nach Einbruch der Dunkelheit allein in abgelegenen oder schlecht beleuchteten Gegenden zu bewegen, per Anhalter zu reisen oder sich ohne Begleitung auf abgelegenen Stränden aufzuhalten. Grundsätzlich sollten Frauen alle Situationen meiden, in denen sie isoliert und verwundbar sind.

 

2007 stieg der Zahl der Vergewaltigungen massiv an, dies führte zu einem Aufschrei in den Medien und der Öffentlichkeit. Auf der zivilgesellschaftlichen Ebene widmet sich etwa die Organisation Women Against Rape (WAR), Antigua and Barbuda der Aufklärung und Bewusstseinsbildung. Eines der kontroversiellsten Themen jüngster politischer Debatten war die Einführung von Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand.


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