g Länderübersicht - Finnland

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Finnland Land: fi

Risikostufe:
Risikostufe 1
Staat Finnland

Republik Finnland

Hauptstadt: Helsinki
Fläche: 338.424 qkm
Bevölkerung: 5.523.231 (2017)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
Staatsform: Parlamentarische Republik
Amtssprachen: Finnisch, Schwedisch

Risiken

  • Kriminalität
  • Terrorismus

Übersicht

Obwohl die Kriminalität in den letzten Jahren gestiegen ist, gehört Finnland zu den sichersten Ländern der Welt. Laut offiziellen Studien stellen zunehmende Segregationstendenzen in der Gesellschaft, der weit verbreitete Alkoholmissbrauch und die immer stärker werdende Drogenkriminalität die größten Herausforderungen für die öffentliche Ordnung dar. Die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen, die Polizei führt dies vor allem darauf zurück, dass derartige Fälle häufiger angezeigt werden als in der Vergangenheit.


Der Zustrom von Asylwerbern stellt ein zunehmend kontroversielles Thema dar und zieht teils Radikalisierungstendenzen in der Bevölkerung nach sich. Am 18. August erstach ein Jihadist in Turku 2017 zwei Menschen und verletzte neun weitere, dies war der erste islamistisch motivierte Terroranschlag in Finnland.

Sicherheitshinweise für Frauen

Finnland galt in der Vergangenheit - ebenso wie andere skandinavische Staaten - als eines der sichersten Länder der Welt für Frauen. Seit 2015 hat allerdings der Zustrom von Asylwerbern aus Afrika und dem Nahen Osten wiederholt zu Debatten über Auswirkungen auf die Sicherheitslage geführt. Dabei waren es insbesondere medienwirksame Fälle von Vergewaltigungen - durch Einzeltäter und Gruppen - die die Politik unter Druck brachten. Im November 2015 bezeichnete Justizminister Jari Lindström die Asylwerber als "Sicherheitsrisiko" nachdem in Raisio ein 19-jähriger Flüchtling wegen der Vergewaltigung einer 14-jährigen Finnin verhaftet worden war. Nach einem ähnlichen Vorfall wenige Tage später in Kempele berief Premierminister Juha Sipilä eine Krisensitzung der Regierung ein. Auch aus anderen Städten des Landes wurden seit 2015 immer wieder ähnliche Vorfälle berichtet, auffallend ist insbesondere, dass oft Minderjährige zu Opfern werden. Typischerweise finden derartige Vorfälle in den größeren Städten nach Einbruch der Dunkelheit in wenig belebten Gegenden statt.


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